Gratulation! Richtige Antwort „Wert einer Sache“

Wert einer Sache richtig
1:  ein internationales Gremium, das sich aus FED, EZB, OECD und IMF zusammensetzt
2:  die eingesetzte notwendige Arbeitszeit zur Herstellung einer Ware
3:  der jedem Produkt, jeder Ware oder Dienstleistung objektiv innewohnende (inhärente) Wert
4:  die subjektive Beurteilung des Nutzenzuwachses einer Ware oder Dienstleistung

Wer bestimmt in einer Volkswirtschaft den Wert einer Sache?

Dinge an sich sind wertlos. Während die klassische Nationalökonomie noch in der Konfusion um Arbeitswert, Gebrauchswert oder im Wertparadoxon (der hohe Nutzen des Wassers wird meist geringer bewertet als etwa der niedrige Nutzen eines Diamanten) in Widersprüchen hoffnungslos verfangen war, gelang Carl Menger (1840-1921) der intellektuelle Durchbruch: Aus der Knappheit wirtschaftlicher Güter folgerte er, dass der Wert nicht aus dem Nutzen der ganzen Gütermenge, sondern nur aus dem einer konkreten Teilmenge des jeweiligen Gutes resultiert. Der Wert aller Einheiten ergibt sich innerhalb der subjektiven Bedürfnishierarchie einer gegebenen Gütermenge daher immer aus dem Nutzenzuwachs der zuletzt befriedigend eingesetzten Teilmenge. Dieser wird seit Friedrich von Wieser als Grenznutzen bezeichnet. So wird der Umfang des Gütervorrates zum bestimmenden Faktor der Werttheorie, wobei die kausal-genetischen Beziehungen zwischen subjektiven Erwartungen, Wertungen und Handlungen im sozialen Umfeld im Mittelpunkt stehen. Je größer die verfügbare Menge, desto niedriger wird die subjektive Werteinschätzung. Auch wenn die spanischen Scholastiker, die Italiener Lottini oder Galliani, oder der Deutsche Gossen schon vor Menger über das Marginalprinzip nachdachten, revolutionierte Menger mit seinem Buch Grundsätze der Volkswirtschaftslehre (1871) nicht nur die Werttheorie, er hob auch die klassische Ökonomie aus den Angeln. Mit seinem individualistischen kausal-genetischen Ansatz, dem methodologischen Subjektivismus und der systematischen Analyse der Präferenzreihung begründete er die österreichische Schule der Nationalökonomie.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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