Gratulation! Richtige Antwort “Mindestlohn”

 

mindestlohn richtig
1:  ein per Gesetz bestimmter Lohn, der nicht unterschritten werden darf
2:  ein Lohn, der einer gesellschaftlich erwarteten Leistung entspricht
3:  die dem persönlichen Verdienst entsprechende gerechte Entlohnung
4:  eine gesetzlich festgelegte Entlohnung, die nicht überschritten werden darf

Was bedeutet der Begriff “Mindestlohn”?

  Ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn definiert die Untergrenze der Bezahlung abhängig Beschäftigter und untersagt somit Verträge, die sowohl der Arbeitgeber- wie auch Arbeitnehmerseite Vorteile gewährt hätten. Obwohl über kaum einen anderen Sachverhalt in der Wirtschaftstheorie so grosse Einigkeit besteht wie über die nachteiligen Wirkungen des Mindestlohns, beherrscht dieser zündende Begriff auch heute wieder die politische Debatte. Ein Verbot freiwillig vereinbarter Löhne ist jedoch nicht nur gesamtwirtschaftlich schädlich weil es zur illegalen Schwarzarbeit oder zu Lohndumping und kostenintensiver staatlicher Überwachung führt. Ein Mindestlohn erhöht auch den Produktivitätsdruck an bestehenden Arbeitsplätzen und drängt somit gerade jene Minderqualifizierten oder Leistungsschwachen die durch den Mindestlohn ja geschützt werden sollten systematisch in eine Sockelarbeitslosigkeit. Eine höhere Arbeitslosigkeit macht aber auch als Folge die erhofften positiven Verteilungswirkungen zunichte und lässt bei ausreichend elastischer Nachfrage sogar die regulären Arbeitseinkommen schrumpfen. In funktionierenden Arbeitsmärkten verfälschen Mindestlöhne, die über Marktpreisen die wirtschafts- und gesellschaftspolitisch wichtige Signalfunktion des Lohnes und senken daher das Beschäftigungsniveau. Ein Überangebot an Arbeitskräften führt in den betroffenen Bereichen entweder zur unerwünschten Zunahme in anderen Berufsgruppen und Beschäftigungszweigen oder, noch schlimmer, zur Abwanderung arbeitswilliger und ausgebildeter Menschen. Mindestlöhne können nur unter der Voraussetzung relativer Immobilität der Arbeitnehmer und einer beherrschenden Dominanz eines Unternehmens auf dem Absatzmarkt kurzfristig höhere Löhne und mehr Arbeitsplätze bringen.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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