Gratulation! Richtige Antwort “KKP”?

KKP richtig
1:  den korrekten Wechselkurs
2:  die Abwesenheit realer Wechselkursänderungen
3:  die Abwesenheit nominaler Wechselkursänderungen
4:  den harten Kern der Kommunistischen Partei (KP)

Was versteht man eigentlich unter der KKP?

Hinter dem Kürzel KKP verbirgt sich die viel diskutierte Kaufkraftparität. Sie liegt vor, wenn mit einem bestimmten Betrag in einem Land ein Güterkorb gekauft werden könnte der anderenorts bei Umrechnung zum aktuellen Wechselkurs gleiches kostet. Populär sind solche Vergleiche bei einzelnen Produkten: Was kostet ein Big Mac hier, was dort? Was kostet ein Cafe Latte einer weltweit tätigen Kaffeehauskette im internationalen Vergleich, was einzelne Produkte einer grossen Möbelhauskette? Abweichungen von der Parität werden häufig als Unter- bzw. Überbewertungen bezeichnet oder, etwas wertneutraler, als reale Wechselkursänderungen. Grund dafür ist, dass Abweichungen die Wettbewerbsposition in- und ausländischer Anbieter beeinflussen: Ist eine Währung im Vergleich zur Kaufkraftparität (KKP) überbewertet, dann sind die heimischen Produkte vergleichsweise teuer. Deshalb wird die Kaufkraftparität oft implizit als eine Art Richtschnur für den „richtigen“, vielleicht unverfälschten Wechselkurs angesehen. Auch wenn sich laienhaft damit die naive Erwartung, dass Wechselkurse zumindest auf Dauer zur KKP tendieren verbindet, gibt es natürlich keinen „richtigen“ Wechselkurs. Vielmehr können Abweichungen von der Parität durchaus in den wirtschaftlichen Fundamentaldaten begründet liegen, wie etwa bei Umschwüngen in den internationalen Güter- und Kapitalströmen. Dies gilt im übrigen auch bei festen Wechselkursen, nur müssen sich dort die Preise unmittelbar ändern, was oft nur langsam zäh geschieht. Dies ist auch ein Problem der Eurokrise.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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