Gratulation! Richtige Antwort „kalte Progression“

kalte Progression
1:  Bergbesteigung bei Minusgraden
2:  die sonnenabgewandte Seite eines Berghangs
3:  Angstschauer beim Betrachten der Steuerabzüge auf der Lohnabrechnung
4:  das Abrutschen in eine höhere Grenzsteuerbelastung aufgrund von Inflation

Was bedeutet eigentlich „kalte Progression“?

Man stelle sich einen normalen Steuerzahler vor, der 49.999 Geldeinheiten verdient, wobei das Steuergesetz für Einkünfte unterhalb von 50.000 z.B. einen Steuersatz von 40% verlangt. Nehmen wir weiter an, dass dieser Steuerzahler aufgrund eines 5%igen Inflationsausgleiches im Folgejahr jedoch etwas über 50.000 verdient. Wenn der Staat nun für Einkommen über 50.000 Abgaben in der Höhe von 45% verlangt, so muss der Bürger automatisch mehr Einkommensteuer zahlen, ohne aber real mehr zu verdienen. Der Staat verdient also an der Inflation, wobei die Besteuerung von inflationären Scheingewinnen ganz allgemein als unmoralisch gilt und Kritiker sogar von „staatlichen Raubzügen“ oder von “Diebstahl” sprechen. Ist dies eine Besonderheit sozialistischer Politik? Nein keineswegs, auch konservative Regierungen freuen sich über derartige Steuererhöhungen, weil man diese weder den Parlamenten vorlegen noch gesetzlich beschliessen muss. In einem Lande mit einer „Flat Tax“ (bei der alle Einkommensempfänger prozentual dem gleichen Steuersatz unterliegen) kann das Problem einer „kalten Progression“ aber gar nicht erst auftauchen. Und zwar weil die Inflation den Bürger nicht in eine höhere Steuerklasse bringt. Die Flat Tax wird in über 30 Ländern erfolgreich praktiziert. Das Buch Flat Tax. Die Steuerrevolution von Hall/Rabushka ist zu diesem heiss diskutierten Thema besonders zu empfehlen und bei www.buchausgabe.de erhältlich. Ein eBook „Flat Tax – die Steuerrevolution“ kann bei www.ecaef.li heruntergeladen werden.

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