Gratulation! Richtige Antwort „Goldstandard“

Goldstandard
1:  Veraltete dentalmedizinische Methode der Zahnüberkronung
2:  Prozedur zur Überprüfung des Goldgehaltes einer Legierung
3:  Ein Geld- bzw. Währungssystem
4:  Kunstgeschichtliche Bezeichnung einer idealen Form (‘Goldener Schnitt’)

Was ist eigentlich ein „Goldstandard“?

Viele Menschen träumen davon, Millionäre zu sein. Aber das ist Unsinn, weil dabei das Zahlungsmittel mit den Gütern verwechselt wird: Wenn alle Millionäre wären, gäbe es viel zu wenig Güter, die man mit dem vielen Geld kaufen kann; das Geld wäre dann nichts mehr wert. Jahrtausende lang hat man sich mit dem Problem, wie die Geldproduktion der Gütermenge anzupassen wäre, herumgeschlagen. Der Erfolg blieb deprimierend: Immer überschwemmte am Ende entweder die Menge an Papiergeld oder die Menge verfälschter Münzen die Güterproduktion. Oder, wie es Philipp von Liechtenstein einmal ausdrückte: ‘Menschen das Privileg der Geld-Herstellung zu übertragen ist, als ob man einem Alkoholiker den Schlüssel zum Weinkeller gäbe’. In einem glücklichen Moment im 19. Jahrhundert jedoch kam die Menschheit dann auf den Gedanken, die Geldmenge an die Goldproduktion anzubinden. Jedes Geld war damit ein gewisses Quantum Gold wert. Damit war der Goldstandard geboren. Dieses System hat funktioniert! Noch um 1900 waren etwa ‘Geldentwertung’ oder ‘Inflation’ Vokabeln aus einer fernen Vergangenheit oder Erscheinungen, die nur in ganz primitiven Gesellschaften vorkamen. Erst seit Ausbruch des Ersten Weltkrieges, dann während der Zwischenkriegszeit und bis heute übernahmen Politiker wieder ‘den Schlüssel zum Weinkeller’. Der Wert aller Währungen ist seither um mehr als 95 Prozent gefallen.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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