Gratulation! Richtige Antwort “Geldumlauf”

Geldumlauf
1:  Zentralbanken, wie etwa die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Schweizerische Nationalbank (SNB)
2:  Geschäftsbanken
3:  Das Finanzministerium eines Landes
4:  Der Internationale Währungsfonds (IWF)

Wer bringt eigentlich den Grossteil des Geldes in Umlauf?

Die Guthaben auf Girokonten, mit denen wir den bargeldlosen Zahlungsverkehr bestreiten, stellen Verbindlichkeiten der Geschäftsbanken und nicht der Zentralbank dar. Es sind daher diese Verbindlichkeiten, die den Grossteil des Geldumlaufs ausmachen. Guthaben auf dem Girokonto verbriefen ein Recht des Bankkunden auf jederzeitige Lieferung von Bargeld. Doch Geschäftsbanken können diese Verpflichtung ihren Kunden gegenüber nicht unter allen Umständen einhalten. Denn der Bestand an Bargeld im Bankensystem und an Reserven bei der Zentralbank unterschreitet typischerweise den Bestand der Giroguthaben des Publikums. In Krisenzeiten kann dies zu Problemen führen, weil dann eine Vielzahl von Kunden zum selben Zeitpunkt Bargeld von ihren Giroguthaben abheben wollen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Zentralbank in ihrer Funktion als „Lender of Last Resort“ den Geschäftsbanken zu Hilfe eilt und ihnen Notenbankgeld leiht. Gegenwärtig setzt sich eine Gruppe von Gegnern der herrschenden Geldverfassung dafür ein, den Geschäftsbanken gesetzlich zu verbieten, Giralgeld selbständig zu schöpfen (vgl. Vollgeld-Initiative). Viele Menschen glauben, dass Zentralbanken den Grossteil des Geldes in Umlauf bringen, und sie äussern in Meinungsumfragen, dass dies auch so bleiben soll. Wie oben beschrieben sieht die Wirklichkeit anders aus.

Weiterführende Literatur etwa, Dirk Niepelt „Vollgeld, Liquidität und Stabilität“ (NZZ, May 12, 2014) ist auch bei www.buchausgabe.de zu finden.

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