Gratulation! Richtige Antwort „EZB-Wertpapierankauf“

EZB Wertpapierankauf richtig
1:  60.000 Euro
2:  6 Millionen Euro
3:  60 Millionen Euro
4:  60 Milliarden Euro

Wieviele Euros druckt die EZB monatlich zum Ankauf von Wertpapieren?

Trotz heftiger Kritik kündigte EZB-Präsident Mario Draghi im Jahr 2015 an, monatlich für 60 Milliarden Euro (60.000.000.000!) Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus Euro-Ländern aufzukaufen. Als eine Art Sicherung wollte die EZB keine Anleihen gefährdeter Länder kaufen (z.B. griechische) und die nationalen Notenbanken sollten 80% eventueller Verluste tragen. Dieses Programm war urspünglich bis September 2016 geplant. Es läuft noch immer und wird wahrscheinlich erst beendet wenn mittelfristige Inflationsraten von knapp 2 Prozent erreicht sind. Der Leitzins liegt bereits seit März 2016 wie einzementiert auf dem Rekordtief von 0,00 Prozent.
Draghi begründet diese abenteuerliche Geldvermehrung u. a. mit einer drohenden Deflation. Auch wenn gegenwärtig wohl kaum von deflationsinduzierenden Faktoren gesprochen werden kann. Dennoch pumpt die EZB weiter neu ‘gedruckte’ Euros in die bereits in Geld schwimmenden Finanzmärkte. Unterstützt wird Draghis Programm von internationalen Finanzkreisen und besonders von Politikern aus Europas Süden, weil durch Ankauf von Staatsanleihen die Zinslast der hoch verschuldeten Staaten geringer wird. Der politische Reformdruck vermindert sich. Seit nunmehr drei Jahren interveniert die EZB mit dieser Initiative in gigantischem Umfang die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik der Euro-Staaten. Sie kommt damit einer verbotenen Staatsfinanzierung nahe, entwertet das Geld der Sparer und lässt die Preise für Sachwerte, Aktien oder Immobilien in die Nähe einer ‘bubble’ steigen. Das ist eine Inflation der Vermögenspreise! Bei Zinsen um 0 Prozent ist heute nicht fehlende Liquidität das Problem, sondern das fehlende Vertrauen in Institutionen und Personen, die sich eine asoziale Umverteilung von Vermögen anmaßen.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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