Gratulation! Richtige Antwort „Eugen von Böhm-Bawerk“

eugen bohm bawerk
1:  Schöpfer der Verfassung des Freistaates Bayern
2:  mit Gustav von Schmoller ein Vertreter der „jüngeren deutschen Historischen Schule“
3:  führender Kopf der 2. Generation der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“
4:  gemeinsam mit Hans Kelsen Begründer des Rechtspositivismus (Reine Rechtslehre)

Wer war eigentlich Eugen von Böhm-Bawerk?

Eugen von Böhm-Bawerk (1851-1914) war neben Friedrich von Wieser der führende Vertreter der 2. Generation der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“. Er begründete die österr. Kapital- und Zinstheorie. Auch schrieb er 1896 eine bis heute unübertroffene Marx-Kritik. In Brünn (Brno) geboren, starb er knapp nach Ausbruch des I. Weltkrieges in Kramsach (Tirol). Nach seinem Rechtsstudium in Wien machte er sich in Deutschland bis 1877 mit den Lehren der „deutschen Historischen Schule“ vertraut. Sein wissenschaftliches Denken prägte jedoch Carl Menger. Ab 1880 lehrte Böhm-Bawerk in Innsbruck, wo sein zweibändiger Klassiker „Kapital und Kapitalzins“ (1884) erschien. Im ersten Teil behandelt er die dogmengeschichtlich die Kapitalzinstheorien, im zweiten begründet er die Agiotheorie des Zinses: die Höherschätzung gegenwärtig verfügbarer Güter gegenüber künftigen erklärt die zukünftige Zinsbereitschaft für gegenwärtig zur Verfügung gestelltes Kapital. Ab 1889 arbeitete er im k.k. Finanzministerium an Steuerreformen, wurde 1895 zum erstenmal und 1897 zum zweitenmal Finanzminister, trat allerdings nach kurzer Zeit protestierend zurück. 1900 zum drittenmal berufen, leitete er u.a die grossen Staatstransaktionen und die Staatsschuldenkonversion mit Ungarn. 1904 trat er wieder zurück und lehrte bis Sommersemester 1914 an der Universität Wien. Aus seinem Seminar gingen u.v.a. Ludwig von Mises und J.A. Schumpeter hervor. 1911 wurde er Präsident der Akademie der Wissenschaften. Kurz vor seinem Tod erschien seine fundamentale Abhandlung “Macht oder ökonomisches Gesetz?”. Hier zeigte er, dass trotz staatlicher Eingriffe Löhne ausschliesslich durch das “ökonomische Gesetz“ von Angebot und Nachfrage und nicht durch veränderliche Machtverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestimmt werden.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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