Gratulation! Richtige Antwort „Austerity“!

Austerity richtig
1:  Neue EU-Normvorgabe für die Grösse importierter Austern
2:  Griechische Bezeichnung für Lohnerhöhungen, Privatisierungsstopp und Überbrückungskredite
3:  Der Rückzug des Staates von Aufgaben, die der Markt selbst erledigen sollte
4:  P. Krugman’s Kurzbezeichnung für Austrian School of Economics

Was bedeutet eigentlich „Austerity“?

Mit dem Schlagwort Austerity verbindet sich die populäre Kritik an Ausgabenkürzungen des Staates: Nach vorherrschender keynesianischer Sicht werden Einsparungen gerade in Krisenzeiten als fatal bezeichnet, wobei unterstellt wird, dass die gegenwärtige Krise (z.B. in Griechenland) vor allem konjunktureller Natur und auf eine zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage zurückzuführen ist. Diese durch staatliche Ausgabendisziplin weiter zu reduzieren wird als kontraproduktiv gesehen, weil Ausgabenkürzungen nicht nur prozyklisch die Konjunktur weiter einbrechen liessen, sondern – so paradox es klingen mag – auch der Gesundung der Staatsfinanzen zuwider liefen. Denn mit Einsparen staatlicher Ausgaben würde zwar zunächst vielleicht die Staatsverschuldung sinken, Einkommen und private Ausgaben dann jedoch umso mehr – und in einer Negativspirale auch die Staatseinnahmen, wodurch auch die Relation von Staatsschuld zu Einkommen verschlechtert wird.

Diese rein mechanischen Vorstellungen einer Wirtschaft basieren allerdings auf den erwiesenermassen unzutreffenden Theorien Lord Keynes’: Diese keynesianische Hydraulik übersieht nicht nur, dass zum Beispiel die griechische Schuldenkrise ganz wesentlich Ergebnis des überdimensionierten Wohlfahrtsstaates ist, der sich lähmend auf die Wirtschaft legt. Durch Androhung konfiskatorischer Steuern, gepaart mit Korruption werden Individuen und Unternehmen stranguliert, zur Abwanderung oder in ineffiziente Verwendungen getrieben. Weitsichtiges Krisenmanagement erfordert deshalb, mehr Markt und Konzentration auf die Kernaufgaben des Staates, wodurch der Wirtschaft zu neuem Schwung verholfen wird. Griechenlands schmerzhafte Schuldenkrise ist der Preis für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Fehler und eine Überfrachtung des Staates mit Aufgaben, die Märkten vorbehalten sein sollten.

Weiterführende Literatur gibt es bei www.buchausgabe.de.

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